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Meisterstück in Kulmbach

 

SVB-Triathleten testen für Ironman


08. Juni 2008, Kulmbach

mh| Das Sprichwort „Jeder fängt mal klein an!“ ist sicher für den Mönchshof Triathlon in Kulmbach nicht ganz zutreffend. Und doch ist der Wettbewerb mit gut 2,2 km Schwimmen, 90 km Rad fahren und 20 km Laufen auf anspruchsvollen Strecken für die teilnehmenden Triathleten des SV Braunsbedra am vergangenen Wochenende „nur“ ein Test für die Ironmandistanz gewesen. Der Wettkampf war zugleich als Deutsche Meisterschaft ausgeschrieben, so dass nicht nur zahlreiche, sondern auch hochkarätige Sportler am Start waren. Wo sonst hat man als Triathlet die Chance ein Rennen mit dem Hawaiisieger Norman Stadler zu bestreiten?

Da der Wettkampf als Jagdrennen ausgetragen wurde, mussten die Damen bei schwül-warmem Wetter bereits um 08:30 Uhr als Erste an den Start. Im Feld der 90 Frauen war auch Diana Riesler, welche in diesem Jahr in der 2. Bundesliga für Tri-Sport Wurzen startet. Das Schwimmen der Frauen erfolgte recht gesittet und schnell bildeten sich einzelne Gruppen. Für Diana lief die erste der 3 Disziplinen erstaunlich gut, hatte sie sich doch vor gerade mal 7 Wochen bei einem Trainingsunfall den Arm gebrochen.

Ganz anders eine halbe Stunde später bei den Männern! Hier herrschte schon von Beginn an Nahkampfstimmung, als sich 400 Starter durch den nur 20 m breiten Kanal kämpften. Während unser Olympionik Stefan Pohl schnell Anschluss zur Spitze fand und das Schwimmen schließlich als 4. beendete, mussten seine Vereinskameraden Sebastian Riesler und Andreas Bahn zahlreiche Kontakte mit den Konkurrenten in Kauf nehmen. Aber auch sie überstanden die zwei Runden und schwangen sich nach flottem Wechsel auf ihre Zeitfahrmaschinen.

Nun waren 3 Runden mit mehreren kurzen und einem langen Anstieg zu fahren. Die Fahrer hatten ständig das Gefühl der Wind käme von vorn, die Oberschenkel schmerzten. Aber auch die Bergabpassagen wurden nicht zum Ausruhen, sondern zum erneuten Tempomachen genutzt. Besonders Sebastian und Stefan schenkten sich hier keine einzige Sekunde. Doch immer noch hatte Sebastian die 7 Minuten vom Schwimmen auf seinen Vereinskameraden im Gepäck. Die letzte Chance gab es für ihn dann beim Laufen.

Die Sonne hatte inzwischen auf 30 Grad aufgedreht und schien auf die gut einsehbare Strecke entlang des Main kräftig herab. Und tatsächlich konnte er Minute um Minute gut machen. Aber am Ende sollte es nicht mehr reichen. Stefan erreichte als erster SVB-Athlet nach 4:27 Stunden mit immer noch 3 Minuten Vorsprung vor Sebastian das Ziel auf dem Hof einer großen Brauerei. Trotzdem waren beide zufrieden. Immerhin reichten ihre Leistungen im topbesetzten Starterfeld für Platz 13 bzw. 17 bei den Deutschen Meisterschaften.
Während sich Andreas noch ins Ziel kämpfte, konnte sich Diana bereits im Ziel feiern lassen. Als 5. Deutsche erreichte sie das Ziel und gewann in ihrer Altersklasse überlegen die Deutschen Meisterschaften.

Aufgrund der hohen Leistungsdichte der Teilnehmer waren jedoch alle 4 Starter mit ihren Ergebnissen zufrieden und blicken nun erwartungsvoll ihrem persönlichen Saisonhöhepunkt über die Langdistanz entgegen. Schließlich hat alles Große mal klein angefangen!



Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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