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Hot in the City!


Schweißtreibend von Anfang bis Ende


05. Juni 2011, Bernburg

mh| Wer einen heißen und harten Wettkampftag erwartet hatte, der lag beim 7. Bernburger Bärentriathlon genau richtig. Der Saisonauftakt des TC Merseburg in der Landesliga geriet bei schweißtreibenden Temperaturen über 30 °C zur wahren Belastungsprobe. Das kleine Stadtwerke Team Merseburg des TCM behauptete sich dennoch unter den besten Mannschaften der Liga. - Auch wenn ein Platz auf dem Treppchen derzeit noch fern scheint...

Nachdem der erste Ligawettkampf in Osendorf ausgelassen wurde, reisten auch nach Bernburg nur 4 TCM-Sportler an. Angesichts der Begeisterung im letzten Jahr konnte man da ruhig schon von einer Rumpfmannschaft sprechen! Mit Wolfgang Graap, Jürgen Kuhne, Johannes Leutholf und Michael Hartung wurde (zumindest von der Papierform her) auch nicht das allerbeste Team aufgeboten. Doch was half da alles lamentieren? Schließlich schrieb jeder im Laufe des Rennens seine eigene Geschichte und manche wuchsen - vielleicht sogar selbst unerwartetet?! - über sich hinaus. Aber immer hübsch der Reihe nach...

Schon die Anfahrt geriet zur erlebnisreichen Angelegenheit. Rechtzeitig losgefahren wurde die Zeit für eine ausgiebige Tour der Baustellen im Osten von Halle genutzt. Doch alles kein Problem! Unser entspannter Chauffeur Johannes hatte Weg und Zeit so gut im Griff, dass wir uns am Zielort in aller Ruhe bei den “Eingeborenen” nach den letzten unbekannten 500 m der Strecke erkundigen konnten. Jeder kennt das: einer erzählte wo es langgeht (“Ampel rechts” - “an der Schule vorbei” - “wo sich die Jabelung jabelt”), 3 Mann nickten heftig... und hatten nach der Ampel schon alles weitere vergessen! So auch heute. Gut nur, dass da diese Schilder an der Straße hingen.

Angekommen und angemeldet begann sogleich das große Zittern. Natürlich nicht weil es so kalt war, aber die Aufregung vor dem Start stieg im Stadtwerketeam deutlich an. Jeder ging in diesem Jahr zum ersten Mal bei einem Triathlonwettkampf an den Start, Johannes gab gar seinen Einstand! Was musste noch mal alles in der Wechselzone bereit liegen? Wo war der Start gleich noch? Wann ziehe ich den Neo an? Auch wenn die meisten Athleten im Wechselgarten schon den einen oder anderen (oder noch einen mehr) Triathlons bestritten haben, ist es doch jedes Mal das gleiche hektische Gewusel. Johannes zollte der Hektik mit einer neuartigen Neoprenkreation Tribut, merkte jedoch schnell, dass die modische rote Seite nach innen gehört. (Aber da ist schon anderen ähnliches passiert! Nicht wahr, Frank?)
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Also Schwarz nach außen ging es zum Start. Aufgrund des großen Starterfelds und der Begrenzung der Kapazität der Saalefähre mussten einige Sportler zum Start laufen. Dumm nur, dass die Bernburger Helfer dann selbst nicht wussten, wo genau an der Saale der Start zu sein hatte und der Kapitän der Fähre mit dem Gros des Feldes an dem am Ufer (falsch) ausgelegten Teppich vorbei tuckerte und zielsicher einen anderen Flusskilometer ansteuerte. So hieß es also für “die Läufer” mit einsatzbereitem Neo noch ein wenig flussaufwärts zu rennen. Eine schweißtreibende Angelegenheit! Zusätzlich wurde aus “ein wenig” “zu viel”, die Saale war nicht mehr zu sehen! Nachdem ein radfahrender Helfer alle (inzwischen) “Marathonläufer” - darunter Jürgen und Michael -  eingefangen und auf den diesmal richtigen Weg geschickt hatte, waren es für “die Versprengten” nur noch knapp 100 m bis zur Startlinie, als kam was kommen musste.
Das Startsignal ertönte und das anschließende Rauschen verkündete: das Rennen war gestartet. Auf Anweisung der Helfer sollten “die Läufer” dann gleich an Ort und Stelle ins Wasser und quasi zum Rest dazu stoßen. So kam es also zu dem Kuriosum, dass nach dem Schwimmen die meisten im Starterfeld 1000 Saalemeter gemacht hatten, während wenige andere nur für gefühlte 958 m das Vergnügen hatten! (Ein Umstand den auch das Kampfgericht am Ende großzügigerweise übersah, da sich schön einsortiert wurde.) In jedem Fall kamen alle jedoch an der gleichen und vor allem richtigen Stelle aus dem Wasser heraus. Die zwei an einen Steg gebundenen Leitern waren einfach nicht zu verfehlen.


Als erster Stadtwerker ging Jürgen auf die Radstrecke. Ihm folgten Michael, Johannes und Wolfgang. Insbesondere beide letztgenannten machten nun nach dem überstandenen Schwimmen auf den geliebten Zweirädern mächtig Druck. Nach 15 km fuhr Johannes an Michael vorbei und auch Wolfgang ließ sich auch nur noch 10 weitere Kilometer bitten. Johannes hatte dann sogar schon Jürgen im Visier, als ihm in einem Kreisverkehr in Kurvenlage der Reifen vom Vorderrad rutschte. Zum Glück schepperte es bloß und er konnte den Sturz gerade so abfangen. Schwein gehabt! Der Reifen war dann schnell wieder drauf und das kleine Motivationstief nach dieser unerwarteten Panne schnell überwunden. So blieb es nach dem Radfahren bei der genannten Reihenfolge.

Der Lauf verlief durch schattiges flaches Gelände. Es gab lediglich zwei Steigungen an jedem Wendepunkt. Davon hatte es insbesondere die Treppe am Ende jeder der zwei zu laufenden Runden in sich. Nach den ersten 5 km konnte Jürgen seinen Vorsprung auf die Teamkameraden noch halten. Doch hinter ihm hatte Wolfgang Johannes bereits überholt und näherte sich mit großen Schritten rasant. So war es nur logische Konsequenz, dass er als bester TCM-Starter seine Form von den Duathlon-Wettkämpfen im Frühjahr konservierte und vor Jürgen über die Ziellinie ging. Etwas weiter hinten hatte sich Michael noch Chancen gegen Johannes beim Lauf ausgerechnet. Doch entweder hatte er sich verrechnet oder er lief einfach zu langsam. So komplettierte also Johannes bei seinem ersten Triathlon als 3. das Teamergebnis.

Angesichts der starken Konkurrenz aus Magdeburg, Tangermünde und vom USV aus Halle bedeutete dies eine ordentliche Platzierung im vorderen Mittelfeld. Was diese am Ende wert sein wird, werden wir bald sehen. Genau so wie hoffentlich weitere TCM-Sportler im Stadtwerkedress!



Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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