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Teilerfolg zum Ligaabschluss


Duell der "Kaltblüter"


28. August, Löderburg

mh| Trotz mehrerer guter Ergebnisse in den letzten Wochen war das Ende der Aufholjagd für das Stadtwerke Team Merseburg schon vor dem Start in Löderburg gekommen. Aufgrund des Vorsprungs der Konkurrenz nach dem Rennen in Arendsee und des Wertungsmodus bestand beim letzten Ligawettkampf keine Möglichkeit mehr den 4. Ligaplatz zu verlassen. Die Wetterprognose mit Regen und vor allem viel Wind war ebenso wenig einladend für die Teilnahme an einem "toten Rennen". Dennoch machten sich noch einmal 7 Merseburger Sportler auf den Weg - ein Gebot der sportlichen Fairness und natürlich noch einmal die Chance die teaminternen Duelle zu befeuern.

Von der drohenden schwarzen Regenwolke und den frischen Temperaturen - sowohl im Wasser als auch der Luft - ließ sich am Schwimmstart niemand schrecken. Nahezu alle Teilnehmer hatten sich gewohnheitsgemäß (mal mehr, mal weniger) in ihren Neoprenanzug gezwängt und fieberten dem Start entgegen. Der Anzug schützt ja nicht nur vor Kälte, sondern verbessert auch durch den erhöhten Auftrieb die Wasserlage der meisten Sportler und ermöglicht so schnellere Schwimmzeiten als ohne.
Einer der solche kleinen "Tricks" überhaupt nicht benötigte war Stefan Pohl. Erwartungsgemäß absolvierte er die 750 m in unter 10 Minuten und kam als Erster aus dem Wasser. Doch direkt in seinem Schwimmschatten waren ihm mit Per Bittner und Phillip Herrmann 2 Verfolger schon dicht auf den Fersen. Auch die nächste größere Gruppe ließ nicht sehr lange auf sich warten. An deren Ende befand sich mit Heiner Kuhne der nächste Merseburger Starter. Die anderen Teamkameraden Michael Hagemeyer, Michael Hartung, Jürgen Kuhne und Thomas Baier folgten innerhalb einer Minute. Lediglich Gerald Heckert, als einziger (harter Kerl) ohne Neoprenanzug gestartet, musste seine Aufholjagd auf dem Rad von weiter hinten starten.

20 Radkilometer waren im Grunde keine große Sache und auch die anspruchsvolle Streckencharakteristik mit den langgezogenen Anstiegen war so ziemlich jedem bekannt. Doch der starke Wind setzte dieses Mal jedem zu! Zuerst leicht von hinten war logischerweise noch alles gut. Doch bald blies er kräftig von vorn und ließ die Geschwindigkeit stark nach unten fallen und/oder die Oberschenkel auf das heftigste anschwellen. Wenig später kam er dann von der Seite und nun hatten alle mit den sonst so windschnittigen hohen Felgen ein Problem. Insbesondere auf den seltenen schnellen Abfahrten musste man die Triathlonposition auf dem Rad verlassen und richtig oben am Lenker anfassen, um das Rad nicht zu verreißen und im Straßengraben zu landen. Dennoch gab es auch heute wieder Experten die - wie auch immer sie das machen?! - im Expresszugtempo an einem vorbei fuhren.
Während die meisten Merseburger sich beim Radfahren nach vorne schieben konnten, fiel Stefan auf seinem “Drittrad” um 11 Plätze zurück. Das führte dazu, dass er nur noch mit geringem Vorsprung vor Heiner zum Laufen wechselte. Anderthalb Minuten dahinter waren es Michael (Hartung), Jürgen und Thomas die nahezu gemeinsam die Laufschuhe schnürten.

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Während die 3 sich gegenseitig anspornten und mächtig Druck auf Heiner machten, lief Stefan ungefährdet von seinen Teamkameraden dem Ziel entgegen. Am Ende reichte es für ihn zu Platz 13 und den obligatorischen 2 Minuten Vorsprung. Inzwischen hatte sich Michael von den Verfolgern absetzen können. Heiner wurde immer größer und gute 800 m vor dem Ziel war er eingeholt. Ein letzter Konter und Gegenwehr der 4  langdistanzgeplagten Beine: ein bisschen muss es wie ein Wettrennen von Kaltblütern ausgesehen haben! Schließlich "einigten" sie sich aber auf einen Waffenstillstand und den gemeinsamen Zieldurchlauf, da nach vorn nichts mehr zu machen war und von hinten keine Gefahr mehr drohte. Mit Platz 17 und 18 hatten die beiden dann doch noch entscheidenden Anteil am 2. Platz in der Tageswertung. Im Abstand von wenigen Minuten folgten dann die anderen Starter des Teams.

Damit konnte sich das Stadtwerke Team Merseburg in der Ligawertung noch einmal bis auf einen Punkt an den 3. Platz heranschieben und die Saison moralisch mit erhobenem Kopf beenden. Mit dem 4. Platz kann man durchaus zufrieden sein. Die besser platzierten Teams waren über die Saison leistungsmäßig ausgeglichener und verletzungsbedingte Ausfälle unserer Top-Leute sowie individuelle Starts bei Langdistanzwettkämpfen in diesem Jahr nicht einfach zu kompensieren. Doch die Zielrichtung für die noch ferne Saison 2011 dürfte damit ebenso klar sein. Dann soll in der Endabrechnung ein Podestplatz für das Stadtwerke Team Merseburg zu Buche stehen.  

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Glückwünsche nach Magdeburg und Tangermünde!

(Alle Saisonergebnisse hier!)


Fotos: *...Ronge, #...Engelhardt



Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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