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Ein Experiment. - Ergebnis: Deutsche Vizemeisterin

Diana auf dicken Stollen unterwegs


18. August 2009, Zittau

dr|  Rad Fahren ist nicht gleich Rad fahren. Das musste auch Diana Riesler feststellen, als sie bei den Deutschen Meisterschaften im Cross-Triathlon ihren Einstand auf dem Mountainbike gab. Ungewöhnlich für sie, dass die Reifen diesmal etwas mehr Profil hatten und deutlich breiter als 23 mm waren. ...und natürlich das so viele an ihr vorbei fuhren! Dennoch konnte sie nach einem anstrengenden Wettkampftag mit dem Ergebnis hoch zufrieden sein. Nachfolgend ihre persönlichen Eindrücke vom Wettkampf.


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1. Vorgeschichte
Seit meinem letzten Wettkampf in Leipzig stand für mich fest, dass ich diese Saison allmählich ausklingen lassen möchte. Mein Körper signalisierte mir, dass es Zeit für eine Pause ist. Aber bevor diese eintreten konnte, setzte ich mir noch ein Ziel: die Deutsche Meisterschaft im Cross-Triathlon.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich bis dahin noch nie "richtig" Mountainbike gefahren bin und auch gar keines besitze! Also war mein 1. Schritt irgendwoher ein Bike zu organisieren. Eine Freundin von einem Vereinskollegen versprach mir dann, mir ihr geliebtes Rad für den Wettkampf zu leihen. - Danke noch einmal Christine - ohne Dich hätte ich im Vorfeld bereits einen Haken an diese Story machen können!

Vier Tage vor dem Rennen - der O-See-Challenge - sind mein Mann und Hund Laika dann nach Zittau gefahren, um uns die Radstrecke anzusehen. An diesem Tag saß ich zum 1. Mal auf dem Rad und freundete mich so langsam mit ihm und der Strecke an. Nach knapp 3 Stunden hatten wir 3 dann 26 km und knapp 1000 Höhenmeter zurückgelegt und für mich stand fest, dass ich am Samstag mitmachen will: irgendwie komme ich schon durch die Radstrecke durch... und wenn ich schieben muss!
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2. Das Rennen
Am Samstag morgen geht es dann früh um 6 daheim los und 3 Stunden später treffen wir in Zittau ein. Die Sonne steht bereits in ihrer vollen Pracht am Horizont und es verspricht ein sehr heißer Tag zu werden! Bei der Anmeldung wird verkündet, dass ohne Neopren geschwommen werden soll, was mich wie immer sehr erfreut! Nun heißt es nur noch: einchecken, einen kurzen Plausch mit Andreas Clauß machen und ab zum Einschwimmen. Um 11:30 fällt dann auch endlich der Startschuss und das Experiment kann beginnen!

Das Schwimmen läuft vom Gefühl her richtig gut und als 8. Frau verlasse ich das kühle Nass. Jetzt kommt ja meine "Paradedisziplin". Wo ich sonst immer das Feld von hinten aufrolle, muss ich diesmal sehr viele Athleten an mir vorbeiziehen lassen. Mein Ziel ist einfach nur der Spaß an der Sache.
Aus diesem Grund genieße ich die Bergtour auch in vollen Zügen und springe öfters über meinen eigenen Schatten. So fahre ich Abfahrten herunter, die ich 4 Tage zuvor noch per pedes zurücklegte. Auch wenn ich bei einer 800-m-Abfahrt auf einem Singletrail mit Gesteinsbrocken 10 min auf die Topfrauen  verliere, macht das Rennen einfach nur Spaß. Hinzu kommt die wunderschöne Landschaft, die purer Balsam für die Seele ist. Nach der Hälfte steht mein Mann am Streckenrand und sagt nur: "Du siehst ja noch richtig gut aus gegen die anderen Frauen!" - "Ja, die fahren auch einfach mal ein bisschen schneller..."

Nach 2 Stunden und 15 min und nur einem Sturz fahre ich glücklich in den Wechselgarten und freue mich eigentlich bereits aufs Laufen. Aber diese Freude will sich nicht so wirklich einstellen, da ich auf dem sehr hügeligen Kurs einfach keinen Rhythmus finde. Immer wenn mal eine Gerade von 100-300 m kommt, überhole ich einige Athleten. Aber spätestens am folgenden Berg sieht es dann wieder anders aus.
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3. Das Ergebnis
Nach 3:25 überquere ich mit meinem Hund Laika überglücklich die Ziellinie - mein 1. Satz: "Das ist viel härter als ein Ironman!"
Obwohl ich an diesem Tag eine der schlechtesten Radzeiten bei den Frauen habe - was mir im Vorfeld auch bereits klar war - belege ich bei den Deutschen Meisterschaften in meiner Altersklasse den 2. Platz und in der Gesamtwertung werde ich 6.(Um dem Ergebnis gerecht zu werden, möchte ich anmerken, dass es zur Global Tour von Xterra-Rennen gehört und in dieser Wertung die ersten 10 Plätze "ins Ausland" gehen und ich insgesamt 18. bin.)

Für einmal Training auf dieser für mich neuartigen Form des Drahtesels bin ich mit meinem Ergebnis zufrieden und ich bin mir sicher, dass es nicht mein letztes Xterra-Rennen gewesen ist! In der kommenden Saison werde ich die eine oder andere Trainingseinheit auf dem Mountainbike zubringen.

An dieser Stelle möchte ich auch noch dem Veranstalter Dr. Klaus Schwager = Benno danken, dass er mir kurzfristig noch einen Start zur DM ermöglichte und mein Lob für die sehr gelungene und liebevoll organisierte Veranstaltung aussprechen! Für mich ist es eine sehr positive Erfahrung, verbunden mit sehr vielen netten Menschen, die das Event zu dem machen, was es am Ende auch ist.

Quelle: www.diana-riesler.de


Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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