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Hawaii bleibt (vorerst) ein Traum

 

Diana Riesler muss in Neuseeland aufgeben


07. März 2009, Taupo (NZL)

mh| Nach der „verpassten Qualifikation“ in Malaysia und dem Pech mit einem gerissenen Bowdenzug auf der Halbdistanz in Südafrika zu Beginn des Jahres haben wir alle Diana die Daumen gedrückt. Beim Start über die insgesamt 226 Kilometer des Ironman Neuseeland standen die Vorzeichen für eine Hawaii-Qualifikation gar nicht schlecht. Letzten Endes kam aber alles anders, ein Ironmanwettkampf bleibt eben unberechenbar. Es war nicht Dianas Tag und sie musste nach dem Radfahren die Segel streichen. Damit bleibt es erst einmal dabei: auf Hawaii gibt es kein Bier und immer noch keine Starter des Triathlon Clubs Merseburg!

Ende Februar machten sich Diana und Sebastian Riesler auf eine fast 25000 km lange Reise an das andere Ende der Welt. Das Ziel für die Weltenbummler in Sachen Triathlon war Neuseeland, genauer der Tauposee auf der Nordinsel. Der größte See des Landes ist alljährlich Austragungsort des Ironman Neuseeland. Hier wollte Diana in ihrem ersten Jahr als Triathlonprofi wie schon in Südafrika erneut mit einem guten Ergebnis oder noch besser mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Oktober auf Hawaii auf sich aufmerksam machen.

Zur akribischen Vorbereitung gehörten die harten Trainingseinheiten und zahlreichen Leistungstests ebenso wie die richtige Ernährung oder die schnelle Laufeinheit beim Zwischenstopp in Seoul während des 28-Stunden-Fluges nach "down under". Dort angekommen galt es erst einmal die Zeitumstellung von 12 Stunden bis zum Start in 1 Woche zu verkraften. Neben lockeren Rad- und Laufeinheiten blieb da genug Zeit, den Neoprenanzug vor dem ersten Bad im Tauposee desinfizieren zu lassen. Dies ist eine unbedingte Forderung der Gastgeber, um die Einschleppung von Algen zu verhindern.

diana_swim_im_nz.jpg
Der Start zum Rennen erfolgte früh am Morgen. Trotz der herrlichen Kulisse der umgebenden Berge war vom beliebtesten Erholungsgebiet Neuseelands zu diesem Zeitpunkt schon längst nichts mehr zu sehen. 1500 Starter drängten sich auf dem abgesteckten Kurs von knapp 4 Kilometern. Mitten im Gewühl schwamm Diana. Nach etwas über einer Stunde erreichte sie zum ersten Mal an diesem Tag den Wechselgarten: Neoprenanzug aus, Radhelm und Brille aufsetzen, Radschuhe anziehen und rauf auf´s Rad - alles wohl vertraute Handgriffe und schon nach wenigen Minuten waren die ersten Radkilometer absolviert.

diana_rad_im_nz.jpg

Gemäßigter Angriff lautete die taktische Vorgabe. Nur nicht am Anfang überziehen. Im Vertrauen auf die eigene Stärke beim Radfahren waren 7 Minuten Rückstand auf Platz 5 bei 180 zu fahrenden Kilometern nicht uneinholbar. Anfangs konnte Diana auch sukzessive Boden auf die Führenden gut machen, aber irgendwie fehlte der letzte Biss. Anstrengend waren nicht nur die 900 Höhenmeter, sondern vor allem der Straßenbelag: zwar asphaltiert, aber teilweise wie Kopfsteinpflaster. Nach 120 Kilometern war die Luft endgültig raus. Mit dem Wissen im Kopf das es heute nicht mehr für einen Platz im Vorderfeld reichen würde, erreichte Diana nach fünfeinhalb Stunden auf dem Rad wieder den Wechselgarten. Doch die Laufschuhe blieben stehen. Diana stieg hier aus dem Rennen aus und verzichtete auf den abschließenden Marathon.

Leicht ist ihr diese Entscheidung sicher nicht gefallen, aber sie ist sinnvoll, um Kräfte für den weiteren Saisonverlauf zu sparen. Sie selbst weiß nur zu gut, wie wichtig die Tagesform trotz aller Vorbereitungen für einen erfolgreichen Ironman ist. Erfolg und Niederlage liegen eben auf dieser Distanz besonders dicht beieinander.Schon bald nachdem Diana die erste Enttäuschung verarbeitet hat, wird sie die nächsten sportlichen Ziele planen und angehen. Eines davon ist und bleibt der Ironman auf Hawaii!



Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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