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Algen, Kyffi, Hitze... Bergtriathlon!


Team bleibt auf Rang 4


04. Juli 2010, Kelbra

mh| Obwohl, oder vielleicht gerade weil der Kyffhäuser Bergtriathlon als einer der härtesten Wettkämpfe Sachsen-Anhalts und darüber hinaus gilt, nehmen die Teilnehmer- und Zuschauerzahlen beständig zu. Anreiz und Herausforderung zugleich ist dabei der 5 km lange kurvenreiche Anstieg mit dem Rad von Kelbra hinauf zum Kyffhäuser. Wer oben ankommt, hat schon einiges geschafft, aber noch längst nicht alles hinter sich! Diese Erfahrung machten am Wochenende im Rahmen der Triathlon Landesliga auch wieder einige Sportler des Statdwerke Team Merseburg.

Kurze Schauer auf der Fahrt von Merseburg nach Kelbra ließen noch ein wenig auf Abkühlung des heißen Sommerwetters der letzten Tage hoffen. Doch schon beim Aussteigen aus dem Bus war uns allen klar, dass es in jedem Sinne wieder ein heißer Tag werden würde. Selbst das Wasser des Stausees war so warm, dass die allseits beliebten Neoprenanzüge verboten waren. Ein Vorteil für alle Sportler mit sauberem Schwimmstil?!

Der Start erfolgte im Schlamm des hüfthohen Wassers. Im Prinzip galt es ein Rechteck von 1500 m Kantenlänge abzuschwimmen. Und das möglichst schnell! Blöd nur, dass die Bojen im welligen Wasser und mit angelaufener Schwimmbrille nicht immer deutlich zu erkennen waren. Da half es nur, die Füße eines gleichschnellen Vordermannes unter Wasser nicht aus den Augen zu verlieren und hoffen, dass dieser wenigstens die Brille geputzt hatte und in die richtige Richtung schwamm. Ein weiteres Hindernis waren die Algen und Grasteppiche, welche - entgegen der Hinweise des Veranstalters - nicht nur in Ufernähe zu durchschwimmen waren.

Carlo und Michael hatten die “Algenkur” als erste vom Stadtwerke Team geschafft und stiegen nahezu zeitgleich aufs Rad. Den ersten (und letzten) Bergsprint hinauf zur Straße konnte Carlo dann noch für sich entscheiden, ehe sich die Wege trennten. Knapp 4 Minuten später folgten Dirk und Steffen. Wolfgang dagegen hielt sich unfreiwillig noch einige Zeit länger im Wasser auf. Zeitlich und örtlich abgeschlagen, lag er nahezu aussichtslos am Ende des Feldes. Seine Meinung zum Tag war ihm beim Durchwaten der Uferzone deutlich vom Gesicht abzulesen. Für ihn konnte es jetzt nur noch nach vorne gehen. Aber wollte er das noch?

Die Radstrecke bestand aus zwei Runden. Die erste und kürzere begann gleich mit dem Anstieg hinauf zum Hüfler, quasi als 2 km langer Vorgeschmack auf das was später kommen sollte. Schon an diesem Anstieg sah man die verschiedensten Möglichkeiten um hochzukommen: hohe oder niedrige Trittfrequenz, stehend oder im Sitzen, kraftvoll oder entspannt. Aber egal wie, am Ende zählte das Ergebnis - die Zeit - und natürlich die Kunst dabei möglichst genügend Körner für den weiteren Wettkampfverlauf aufzusparen. Oben angekommen war jedoch nur bedingt Ausruhen angesagt. Mit über 60 km/h ging es gleich wieder talwärts. Eine gute Gelegenheit um bei den Anstrengungen und der Hitze etwas zu trinken, ohne großartig viel Zeit zu verlieren. Auch der Rest der Runde war recht anspruchsvoll (oder selektiv) und führte mit der letzten Abfahrt direkt zu Kurve 1 der Straße hinauf zum Kyffhäuser.
Nun sollten noch 35 weitere folgen und jeder musste bei der gleichmäßigen Steigung der Straße sein eigenes Tempo finden. Der Schweiß lief dabei aus allen Poren und jedes Mal wenn man an der Konkurrenz (vorwärts oder “rückwärts”) vorbei fuhr, hörte man ein Fluchen über diesen verdammten Berg. Doch irgendwann war das Schild mit dem Hinweis Richtung Denkmal da, man war oben. Doch für mehr als diesen Gedanken war jetzt keine Zeit. Erneut ging es mit Höllentempo ohne zu Bummeln hinab. Eine weitere Möglichkeit viel Zeit auf die Konkurrenz zu gewinnen oder auch zu verlieren.

Michael wechselte als erster Starter unseres Teams nach ordentlicher Radzeit (einschl. kurzer Vorbeifahrt an Grammi) in die Laufschuhe. Fast 10 Minuten später kam Dirk und noch einmal so lange danach folgte... Richtig! “Speedmax” Wolle hatte sich inzwischen an Steffen und Carlo vorbeigekämpft und ging die letzten 10 km mit Schwung an. Aber egal wie man lief, eins war sicher: es lief (der Schweiß). Jede Runde wurde das gereichte Wasser mitgenommen und die Schwämme bis auf den letzten Tropfen ausgewrungen. Die Zuschauer das nahen Campingplatzes taten ihr Bestes, um uns alle noch einmal über die 4 Laufrunden zu hieven und die Strapazen so normal und angenehm wie möglich erscheinen zu lassen.

Am Ende reichte es für Michael nicht ganz für die Top 10 (13.). Dirk und Wolle komplettierten das Team für die Wertung mit den Plätzen 32 und 50. Steffen kämpfte sich schließlich genau wie Carlo bis zum Schluss durch. Jedoch wollte unser “Chef(koch)” dabei keine Miene mehr verziehen, während “El Cheffe” bis zum Schluss beide Daumen (und Mundwinkel) oben hatte. Damit waren 5 andere Teams vor uns platziert und somit konnte auch in der Gesamtwertung keine Verbesserung erzielt werden..


Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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