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Selbst ein Bein gestellt

Chance auf Platz 4 vertan

 

08. August, Arendsee

 

mh| Bereits zur Saisonmitte können wir von einer erfolgreichen Saison sprechen. Das ausgegebene Ziel Platz 6 in der Landesliga Sachsen-Anhalt ist für unser Stadtwerke Team Merseburg zum Greifen nah. So ging auch vor dem Wettkampf in Arendsee der Blick eher noch nach oben. Bis Platz 4 fehlten nur wenige Punkte und wir reisten mit der aktuell bestmöglichen Mannschaft an. Trotz toller sportlicher Leistungen wollte am Ende des Tages doch kein Jubel aufkommen.

Tino Friedrich, Steffen Warias und Michael Hartung absolvierten am Arendsee den vierten Ligawettkampf in dieser Saison und haben maßgeblichen Anteil am bisherigen Abschneiden des Stadtwerke Teams Merseburg.  Zusätzliche Unterstützung bekamen sie dieses Mal von Stefan Pohl, welcher immer ein Kandidat für die ersten 10 Plätze ist. Aufgrund der weiten Anreise begann die Fahrt schon wieder sehr früh am Morgen. Und dennoch kamen wir Vier erst eine reichliche Dreiviertelstunde vor dem Start in Arendsee an. Nun hieß es wieder einmal schnell anmelden, auspacken, Räder montieren und die Wechselzonen vorbereiten. Denn – zusätzliche Schwierigkeit! – davon gab es bei diesem Wettkampf zwei getrennte: Wechselzonen 1 Schwimmen – Rad und Wechselzone 2 Rad – Lauf. Bis auf ein kleines Detail klappte dann alles auch „just in time“, ehe der (letzte) Ruf zur Abfahrt des Ausflugdampfers ertönte. Denn wie in jedem Jahr sollte dieser alle Starter hinaus auf den See zum Schwimmstart bringen.

 

Kurz nach 11 startete die „Queen Arendsee“ dann mit knapp 150 Triathleten an Bord vom Seeufer. 1500 m später hieß es: alle Mann von Bord! - Zumindest all diejenigen mit sportlichen Ambitionen fanden sich nun ungeduldig strampelnd an der riesigen gelben Boje wieder, welche den Startpunkt des Arendsee Triathlon markierte. Ein kurzes Signal von der Queen und schon ging die Post ab. Die weiteren Markierungsbojen auf dem Weg zurück zum Ufer waren eigentlich gut zu erkennen. Dennoch teilte sich das Feld in eine linke und rechte Hälfte, während es sich natürlicherweise auch noch auseinanderzog. Ganz vorn dabei: Stefan. Zwar konnte er die drei anderen Schwimmer nicht abschütteln, aber diese auch wiederum ihn nicht. Deutlich vor dem Rest des Feldes erreichten diese 4 dann den Strand und machten sich an die zahlreichen Stufen hinauf zum Wechselgarten. Beim Verlassen wurde Stefan dann auf seine fehlende Startnummer hingewiesen. Da er aber am Helm mit gleich drei Aufklebern und am Arm mit einer entsprechenden Startnummer versehen war, maß er dem Ganzen keine große Bedeutung bei und das Verhängnis nahm seinen Lauf. 

Inzwischen kämpfte auch Michael im Wechselgarten mit seinem Equipment. Der Gurt des Helms hatte sich verdreht und saß nun so fest, das nahezu Erstickungsgefahr bestand. Also lieber noch einmal stehen bleiben, Helmschnalle auf und zu... gleiches Resultat! Noch einmal und dabei den Helm abgenommen... schon viel besser! Gefühlt verging so eine Ewigkeit aber schließlich rettete er so noch eine Minute Vorsprung auf Tino und Steffen. Die brauchten allerdings nur eine bzw. zwei Radrunden um diesen Rückstand wett zu machen. Nach 3 Runden oder 40 Kilometern hatte Tino dann ein deutliches Polster fürs Laufen herausgefahren. Steffen hingegen war für Michael nach dem zweiten Wechsel immer noch in Sichtweite und so machte dieser sich nun wiederum an die Verfolgung des Vereinskameraden.

 

Davon bekam Stefan nichts mit. Auf dem Rad hatte er sich immer in den Top Ten halten können, so dass er zu diesem Zeitpunkt schon längst einige Laufkilometer in den Beinen hatte. Am Ende kam er als Sechstplatzierter ins Ziel. Knapp 40 Minuten für 10 Kilometer brachten ihm am Ende Platz 6 im Ziel. Gut 5 Minuten oder 10 Plätze dahinter war Tino der nächste Stadtwerker, ehe Michael und Steffen weitere 5 Minuten später das Team wieder komplettierten.

 

Mit Blick auf die Konkurrenz war zu diesem Zeitpunkt auch ohne große Rechenkünste klar, dass das Mannschaftsergebnis für den Sprung auf Platz 4 der Ligawertung reichen sollte. Der Blick auf die Ergebnislisten sagte jedoch etwas Anderes: die fehlende Startnummern hatte Stefan eine Disqualifikation beschert und somit war sein 6. Platz in diesem Moment so viel wert wie ein Rad ohne Rad. Ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit in der Vorstarthektik hatte so das sportliche Abschneiden entwertet und das Team landete nun ganz knapp hinter den Konkurrenten um Platz 4! Chance vertan!

 

Nun bleibt noch die Möglichkeit, das Ganze am 23. August beim abschließenden Halle Triathlon zu korrigieren. Immerhin ist die Anfahrt zum Wettkampf nicht ganz so lang, so dass genügend Zeit bleiben sollte, um vor dem Start die vollständige Ausrüstung bereit zu legen. 



Zurückaktualisiert: 2015/08/11

 
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