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Der TCM stürmt den Rennsteig

 

Unser weißer Kenianer®


16. Mai 2009, Oberhof

mh|  Ein vierblättriges Kleeblatt sollte den Triathlon Club Merseburg beim 37. Rennsteiglauf vertreten. Doch das gute Abschneiden - insbesondere von Frank Böttger - mit Glück in Verbindung zu bringen, wäre alles andere als zutreffend. Die Kippe in Klobikau war für unseren beruflichen Jetsetter in den letzten Monaten wohl so etwas wie ein zweites Wohnzimmer geworden. Auch fernab der Heimat drehte er fleißig im rheinischen Fitnessclub seine Spinningrunden. Für den vergossenen Fleiß belohnte er sich nun mit einer Topleistung und einer neuen Bestzeit über die Halbmarathonstrecke von Oberhof nach Schmiedefeld.

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Wozu Frank Böttger läuferisch in der Lage ist, dass hatte er schon beim Kyffhäuser Berglauf, wo er knapp an den Medallen vorbei schrammte, oder mit einer hervorragenden Platzierung beim Geiseltal-Duathlon Ende April gezeigt. Dementsprechend groß waren sicher die (eigenen) Ansprüche seinem 6. Start über die 21,1 km lange Strecke entlang des Rennsteigs. Auf der einen Seite war da die beruhigende Gewissheit, in den letzten Wochen gut trainiert zu haben. Andererseits ist der Mensch keine Maschine! Immer bleiben vor dem Start Aufregung und offene Fragen: Wie wird das Wetter wohl werden? Ist der Weg aufgeweicht? Wie komme ich aus dem Startgewühl?

Nach heftigen nächtlichen Regengüssen war es nun am Morgen trocken und kühl. Da bewegte sich jeder der potentiellen Starter zur Erwärmung lieber noch einen Extrameter. Wichtiges Utensil dabei auch die profane blaue Mülltüte, welche dank ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften zum beliebtesten Kleidungsstück der Läuferschar im Startbereich avancierte. Natürlich konnte man auch so Schutz im Feld der knapp 7000 (!) suchen. Die Masse wurde mit Klassikern wie "Schneewalzer" und "Rennsteiglied" auf Temperatur gebracht und auf die kommende Aufgabe eingestimmt. Völlig unspektakulär dagegen der Start.

Ein plötzlicher Böllerschuss beendete alles Warten und schon waren Frank und der gesamte Eliteblock auf dem Weg Richtung Schmiedefeld. Ein wenig schwieriger war es für die Läufer aus den nachfolgenden Blöcken I bis VI. Steht man ganz hinten, so konnte es schon ein paar Minuten dauern, ehe man überhaupt das Starttor passierte. Aus dem dichten Gedränge von Block I machten sich dann auch Stefan Pohl und Michael Hartung auf den Weg, aus Block II Ines Möckl.

Die ersten 3 Kilometer wurden auf der Straße gelaufen, schließlich nahm das Gewirr der tausenden Beine in Oberhof noch die gesamte Breite ein. Nach und nach zog sich das Feld auseinander, ehe es am Rondell als Läuferkette auf den Rennsteig abbog. Hier begann sogleich der erste Anstieg. Nach einem guten Drittel der Strecke war schnaufend das Dach des Lauf, Plänkners Aussicht mit 974 m, erreicht. Es folgte die schnelle Hatz abwärts: Pfützen, Steine und ausgewaschene Wege forderten volle Konzentration. Ehe man sich versah, war die Schmücke und der erste Verpflegungspunkt erreicht. Frisch gestärkt folgte nun der schönste Teil des Rennens. Auf leicht abschüssigen Waldwegen lief es in der frischen und klaren Waldluft fast wie von selbst.

"Rennsteig" kommt aber doch von "rennen" und "steigen"! Demzufolge war der nächste Anstieg nicht weit. Nach 15 km galt es noch einmal am Vordermann dran zu bleiben und ihn (oder sie) nicht ziehen zu lassen. Wer noch genug Puste hatte, hatte es bei km 18 geschafft und konnte die letzten Kilometer bergab noch eimal so richtig Gas geben.Wenn man nicht gerade an dieser Stelle durch massives Seitenstechen eingebremst wurde. Spätestens auf der Zielgeraden waren jedoch unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer alle Schmerzen vergessen und schon bald stellten sich die Glücksgefühle über das Vollbrachte ein.

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Stefan und Michael liefen einen insgesamt entspannten Lauf. Bei ihren 1:33 h wäre sicher noch die eine oder andere Minute drin gewesen. Ines war mit den 5 Sekunden unter der 2-Stunden-Marke sehr zufrieden. Das war Frank mit seiner Leistung natürlich auch: 1:24:15 h bedeuteten einen neuen Vereinsrekord und den 2. Platz in der AK M 45. 3 gute Gründe um am Abend bei der Finisher-Party im Festzelt von Schmiedefeld in gemütlicher Runde zu feiern!

Und zum Schluss noch ein paar Fotos:



Zurückaktualisiert: 2014/02/03

 
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